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Herr Apropos von Nichten

Peter David
Bastei-Lübbe 2004
701 Seiten

Inhalt:

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Sie waren finstre, stürmische Ritter ...
und als sie sich eines Abends mit einem hilflosen Frauenzimmer in einer Taverne vergnügten, ahnten sie nicht, dass das Produkt ihres zwielichtigen Verhaltens sich jahre später bitter an ihnen rächen würde. Der Name dieses „Produkts“ lautet Apropos: Er ist ein Lump, ein Schuft, ein Halunke ...
und das sind noch seine besten Eigenschaften. Faul in den Beinen, doch fix im Geiste, dass ist Herr Apropos von Nichten. Hier ist seine Geschichte. Er muss sich nicht nur mit seinen Vätern herumschlagen, sondern auch mit einem verrückt gewordenen Phönix, einem mörderischen Einhorn, mutierten Harpyien und – o Graus – einer Prinzessin, die möglicherweise eine psychotische Giftmischerin sein könnte.

Peter David hat über 50 Bücher geschrieben, von denen fast alle sogar veröffentlicht wurden. Außerdem ist er ein berühmter Comic-Autor, der vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. für seine Beiträge zum UNGLAUBLICHEN HULK.
Apropos : Herr Apropos ist seine längste Arbeit bisher, und sie ist mitnichten seine schlechteste.

Meinungen:


Quark:

Ein guter Roman, der allerdings wie vieles aus Peter Davids Feder Geschmackssache ist. Alle die den Großteil seiner Star Trek Bücher mögen, dürften aber auch an Herr Apropos von Nichten Gefallen finden. Beim Lesen merkt man, dass er einen Heidenspaß daran hatte absolute Freiheit beim Schreiben zu haben und sich nicht den Gegebenheiten eines bereits bekannten Universums unterwerfen zu müssen, wie z.B. bei Star Trek, auch wenn er schon in der New Frontier – Reihe große Freiheiten genießt.
Der Roman ist so gestaltet, als ob er von Apropos, dem Helden (oder Anti-Helden?) selbst geschrieben wurde, was sich u.a. auch dadurch äußert, dass der Leser zwischendurch direkt angesprochen wird. Man sollte sich vom recht großen Umfang nicht einschüchtern lassen, auch ich hatte zunächst Bedenken, aber dann habe ich den Roman doch relativ schnell durchgehabt, was nicht zuletzt an der flüssigen Schreibweise von Peter David liegt. Obwohl ich das Original nicht kenne, habe ich aber doch das Gefühl, dass der Roman etwas unter der Übersetzung gelitten hat, denn an einigen (wenigen) Stellen macht das geschriebene wenig Sinn oder an anderen kommt es zu verqueren Satzstellungen oder einfach zu Flüchtigkeitsfehlern („kissen“ statt „küssen“).
Die Charaktere sind meiner Meinung nach gut ausgearbeitet, auch wenn das Hauptaugenmerk natürlicherweise auf Apropos, dem Mittelpunkt der Geschichte, liegt. Diesen dabei zu beobachten, wie er eigentlich nur für sich selbst leben will, aber irgendwie immer mehr zum Helden des Königreichs wird ist äußerst unterhaltsam.
Insgesamt meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Debüt für Peter David in der Welt der „eigenständigen“ Autoren, denn vor diesem Buch hat er meines Wissens nach „nur“ für bereits bestehende „Universen“, wie eben Star Trek, und Filmumsetzungen geschrieben. In den USA hat er es übrigens mit „Sir Apropos of Nothing“ in die New York Times Bestsellerliste geschafft.

Lesespaß : 85 %

Der Drachenbeinthron Das schwarze Auge Band 46