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Die Terroristen von Patria

Autor: Simon Hawke
Buchnummer: 06/5479 
ISBN 3-453-13332-3
281 Seiten

Inhaltsangabe:

Der Planet Patria beantragt seine Aufnahme in die Föderation. Als die Enterprise mit Sonderbotschafter Jordan an Bord eintrifft, muß Captain Kirk feststellen, daß der Regierung von Patria in erster Linie daran gelegen ist, die Rebellenbewegung niederzuwerfen. Offensichtlich haben die Klingonen die Finger im Spiel. Denn die Terroisten sind mit modernsten Disruptoren ausgestattet, denen die Polizeikräfte nichts entgegenzusetzen
haben.
Zunächst ist James Kirk zu jeder möglichen Kooperation bereit im Rahmen dessen, was die Erste Direktive zuläßt. Doch dann muß er entdecken, daß die Regierung eine Elitetruppe aus Telepathen aufgestellt hat, die über totalitäre Vollmachten verfügt und die Gedankenwelt ihrer Mitbürger kontrollieren soll. Durch die Provokation eines ihrer Gedankenpolizisten wird die Enterprise in ein Gefecht verwickelt - mit tödlichen Ausgang für die
Orioner. Und dann wird Spock von den Terroristen entführt.

Bewrtung:

Meinungen:

Quark:

Ein nicht besonders beeindruckendes Buch. Obwohl das Buch ein paar interessante Ansätze hat, wie z.B. die Gedankenpolizei oder das Kirks „Erzfeind“ , das diplomatische Chor der Föderation, von einem seiner Freunde aus der Akademiezeit vertreten wird, ist die Ausführung von Simon Hawke nicht sonderlich befriedigend. Zunächst einmal ist der Schreibstil so langweilig, dass ich mich wirklich dazu zwingen musste das Buch zu beenden. Bezüglich der interessanten Ansätze: Die Konfrontation zwischen Kirk und Jordan ist genauso (uninteressant) gestaltet, wie in so vielen anderen TOS – Romanen. Die Botschafter ist einfach zu sehr auf ihre Karriere bedacht oder zu voreingenommen, um Kirks „Weisheit“ zu erkennen. Anstatt Kirk endlich mal einen Botschafter zur Seite zu stellen der, als jemand mit Starfleetvergangenheit, Kirk auf Augenhöhe gegenübertreten könnte, wenn er mit ihn nicht übereinstimmt, bekommen wir nur die x-te Version des gewohnten Diplomaten vorgesetzt. Die Auflösung ihres Disputs ist genauso unbefriedigend, als ob der Autor einfach geschrieben hätte : „Ach, übrigens die beiden sind wieder auf der selben Seite.“ Auch der genaue Sinn seiner Assistentin Wing, neben ihrer Rolle als McCoys Viagra, entgeht mir irgendwie. Wenn sich aus dieser Liebelei eine echte Kontroverse zwischen seiner Loyalität zu Kirk und seiner Liebe zu ihr entwickelt hätte, hätte das ganz interessant sein können, aber die eine kleine Szene mit dem „nicht funktionierenden“ Transporter rechtfertigt nicht einen eigenen B-Plot. In dieser Form ist es aber leider nur ein (unnötiger) Füllstoff. Der Gedankenpolizei/Terroristen – Plot nutzt leider nicht mal in Ansätzen das Potenzial, das er hat. Die Frage über das Für und Wider einer Gedankenpolizei werden meiner Meinung viel zu oberflächlich behandelt. Die Meinungen beschränken sich im Großen und ganzen auf : „Das ist abstoßend.“ oder „Es ist notwendig“. Tiefere Auseinandersetzungen mit dem Thema gibt es leider nicht. Das Ende des Plots ist auch nicht sonderlich überzeugend, denn ich finde es etwas seltsam, dass nur aufgrund der Aussage eines Telepathen Mitglieder der Regierung verhaftet und verurteilt werden. Ich finde das deshalb seltsam, weil zumindest der Regierung bekannt sein sollte, dass die Telepathen kurz vor dem durch die Operation heraufbeschworenem Tod durchdrehen. Warum sollte man sich also auf die Aussage eines potentiell paranoiden Irren verlassen ? Der einzige der sich wirklich verdächtigt gemacht hat ist Harkun, als er Iano attackierte. Und da unverzüglich nach den Ereignissen die Rechte der Telepathen und ihre Fähigkeiten zurückgezogen wurden, gibt es keine Möglichkeit die Aussage von Iano von einem „vertrauenswürdigen“ Telepathen bestätigen zu lassen. Und wenn sie die Anschuldigungen durch gewöhnliche Ermittlungen bestätigten, hätte sich das alles mitsamt der Verhandlungen über Monate hinziehen müssen, im Epilog hatte ich aber nicht das Gefühl, dass soviel Zeit vergangen ist. Um mit etwas positiven zu enden : Mir gefiel es, dass es am Ende kein absolutes Happy End gab und im Schatten der großen Verschwörung nicht die wirklichen Terroristen vergessen wurden, und einfach weiter frei rumlaufen dürften. Insgesamt ist das Buch wohl in erster Linie nur etwas für Sammler. Lesespaß : 38 %

Hugh:

Wieder mal ein gelungenes Buch der Classics. Auch wenn das 
Grundkonzept etwas an 'Der erste Krieg' erinnert (eine Folge der TOS) 
ist es einfach spannend und flüssig zu lesen. Auch kommen hier mal 
andere Ideen. So bekommt nicht Kirk (wie sonst immer) die tollen 
Frauen ab sondern unser lieber Pille. Auch regt die Thematik der 
totalen Kontrolle durch die Polizei zum nachdenken an. Gelungenes Werk.

Sarek  Kreuzwege