Sternennacht
Autor: William Shatner
Buchnummer: 06/5708
ISBN 3-453-52003-3
344 Seiten
Inhaltsangabe:
Nach dem vereitelten Angriff des Klons Shinzon auf die Erde herrscht Chaos im Romulanischen Reich, Botschafter Spock glaubt, dies sei der geeignete Hintergrund, um die Wiedervereinigung zwischen Vulkaniern und Romulanern voranzubringen, Als er jedoch in einem Stadion auf Romulus einem Bombenattentat zum Opfer fällt, ist Starfeet entschlossen, Spocks Mörder ausfindig zu machen, Und wer wäre für solch eine Mission besser geeignet als James T. Kirk, ehemaliger Captain der Enterprise und Spocks engster Vertrauter. Doch Starfeet verfolgt noch andere Pbne, die man vor Kirk verheimlichet. Admiral Janeway und Jean-Luc Picard fällt es nicht leicht, den altgedienten Captain zu hintergehen. Aber der galaktische Frieden ist in Gefahr, und das Leben von Milliarden intelligenter Wesen steht auf dem Spiel ...
Bewertung:
Meinungen:
Quark:
Jedes mal wenn man denkt, Shatners Romane könnten nicht mehr schlechter werden, beweist er dass er doch dazu in der Lage ist.
Die Story an sich ist schon nicht sonderlich überzeugend, aber jedes Mal, wenn man es gerade geschafft hat sich etwas in die Story einzufinden, zieht Shatner irgendetwas aus dem Hut, was einen wieder vollkommen raus wirft. Zum Beispiel, als Picard mit einem Problem konfrontiert wird, was meint Shatner wie er reagieren wird ? Natürlich ist das erste woran Picard denkt, wie denn der allmächtige, allwissende und fehlerlose Kirk reagieren würde.
Ein weiteres Problem mit den Shatner Trilogien ist, dass man schon von vornherein weiß, wie die Trilogie abläuft. Erst wird 2 ½ Romane ein Gegenspieler aufgebaut und dann wird er von Kirk und Kirk allein am Ende fertiggemacht, Kirk ist der Held, der von allen gefeiert wird, er ist der einzige mit den moralischen und ethischen Standards die richtigen Entscheidungen zu treffen und Starfleet und dem Rest des Universums zu zeigen wie falsch sie alle liegen.
Es ist wirklich schon abstoßend, wie Shatner (und seine „Co-Autoren“ (lies : Ghostwriter) die Reeves-Stevens, die übrigens meiner Meinung nach ihren ansonsten guten Ruf riskieren, wenn sie noch lange mit Shatner zusammenarbeiten) jeden Charakter der nicht Kirk ist total entwerten. Picard war ja schon in den letzten Shatnerverse – Romanen nicht mehr als Kirks kleiner Sidekick, aber in diesem Roman ist er auch noch Janeways kleiner „Sklave“. Aber nicht nur Picard hat wenig mit dem zu tun, was wir aus der TV-Serie kennen, alle Charaktere sind leb- und seelenlose Kopien ihres TV- Gegenstücks.
Wenn die Reeves-Stevens bei Enterprise genauso „gute“ Arbeit leisten, wird die Serie bestimmt ewig laufen. :( Der einzige Grund, warum ich vielleicht auch den abschließenden Teil der Trilogie („Captain’s Glory“ ; ich tipp mal der deutsche Titel (wenn es ihn denn geben wird) wird „Sternengrauen“ sein ) lesen werde, ist um zu sehen, ob es qualitativ noch weiter nach unten geht.

